FETISH.DRAG.PRIDE

FOR MUTUAL RESPECT IN THE LGBTIQA*-COMMUNITY

INTERNATIOAL CAMPAIGN

Entwicklung des Christopher Street Day

Der erste Christpher Stret Day (CSD) fand am 28. Juni 1970 in New York als "Christopher Street Liberation Day" statt, genau ein Jahr nach dem Stonewall-Aufstand, bei dem sich zum ersten Mal Transsexuelle, Stricher und Lederkerle gegen die Repressalien der Polizei zur Wehr setzten.

Rund 4.000 Menschen demonstrierten für die Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen, was als erste Pride Parade gilt. Dieser Marsch markierte den Wendepunkt der schwulen Emanzipationsbewegung.

Während sich viele der bürgerlichen Schwulen und Lesben in ihre Country Clubs zurückzogen, hatten die Menschen, die beim ersten CSD auf die Straße gingen so gut wie nichts zu verlieren. Viele waren illegale EinwanderInnen aus Mittel- und Südamerika sowie AfroamerikanerInnen, die keine soziale Absicherung hatten. Sie demonstrierten für die Freiheit so sein zu dürfen wie sie nun einmal sind. Ihre einzige Einnahmequelle bestand oftmals darin, sich auf dem Strich selbst zu ver-kaufen.

Der erste CSD´ in Europa war die Homosexuellen-Demonstration, die am 29. April 1972 in Münster – noch nicht unter dem Namen Christopher Street Day – stattfand. 1977 folgte Stockholm, 1978 Zürich, 1979 Bremen, Köln und Berlin mit CSD-Veanstaltungen erstmals unter der Bezeichnung Gay Pride International. Der erste CSD in Österreich wurde am 26. Juni 1982 mit einer Fackelparade am Maria-Theresien-Platz veranstaltet. Der erste Demon-strationszug erfolgte am 29. Juni 1984 im Rahmen einer „Warmen Woche“ als Gay Pride Day durch die Wiener Innenstadt. Seit 1996 wird der CSD als Regenbogenparade in Wien abgehalten. Diese fanden unter Mitwirkung der ersten entstandenen Ledervereine statt. Mittlerweile finden weltweit rund 1.500 Pride-Demonstrationen statt.

Zu Beginn der CSD-Bewegung war Homosexualität oftmals noch illegal. Mittlerweile sind in vielen Ländern liberale Gesetze zur Gleichtellung erlassen worden. Als sich die rechtliche Situation geändert hat, hat sich auch gesesellschaftliche Situation der Pridekultur verändert. Von Anfang an waren CSDs eine Mischung aus einer Demonstration mit Partycharakter. In den vergangegen Jahren hat uns die Wirtschaft als wichtige KundInnen erkannt. Dadurch hat sich auch das marketinggerechte Bild der angepassten schwulen Familie geändert. So wurde aus den ersten Lederkerlen auf Motorrädern, die noch als Inbegriff für Männlichkeit standen, eine Vielzahl an anderen Fetischen, wie zB Puppies. Aus den Transvestiten der 1960er, über die man sich gerne noch im TV lustig machte, entstanden Dragqueens. So finden wir heute in den Medienberichten über Prides hauptsächlich Bilder von Menschen in Latex oder Ganzkörperkostümen wie Puppies oder Furries oder eben in Drag. Das passt nur schwer zum Marketingplan von Großkonzernen, in denen diese bunten Gestalten nicht vorkommen. Somit passen sie auch schwer in die Finanzkonzepte so mancher Prides, für die ein CSD heute auch einen nicht unbeträchtigen Finanzfaktor darstellt. Dieser gesellschaftliche Rückschritt ist in allen Ländern zu beobachten, in denen die Menschen bereits so gut wie alle Gleich-stellungsrechte haben, denn es gibt nicht mehr viel, wofür es sich lohnt zu demonstrieren

Fetish.Drag.Pride.

2025 hat die LMC Salzburg als Sektion der LMC Vienna, österreichs größtem schwulem Fetischverein, daher die erste Kampagne gestartet, die sich dieser Herausforderung annimmt. Fetischkerle, Dragqueens, Puppies und Vertreter der Lederszene wehren sich gemeinsam gegen Ausgrenzung auf so manchen CSDs und setzen sich für gegenseitigen Respekt innrhalb der LGBTIQA*-Community ein. Einige Pride-Veranstalter unterstützen bereits die Kampagne. 2026 wird die Aktion vom FOLSOM-Europe ausgezeichnet, der größten und wichtigsten Leder- und Fetishveranstaltung Europas.

Aus einer kleinen nationalen Aktion, um auf die Herausforderungen unserer Zeit hinzuweisen, wurde 2026 eine große internationale Onlinekampagne, die mittlerweile von Vertretern der Szene aus 14 europäischen Ländern (inkl. USA und Australien) unterstützt wird.

Die Kampagne

Die Kampagne findet durch eine Postingserie auf INSTAGRAM und FACEBOOK online statt und hat in den ersten Wochen bereis über 200.000 views erreicht.

Wer kann teilnehmen?

Jede(r) der/die sich für gegenseitigen Respekt in der LGBTIQA*-szene einsetzen will, Fetisch-Organisationen, Dragqueens, Pride-Veranstalter...

Wenn du gerne ein Teil der Kampagne FETISH.DRAG.PRIDE. sein möchtest, sende uns Dein Foto, ein Kurzstatement, deinen Namen, ggf. Titel und die Organisation, unter der du auftrittst an klaus.h@lmc-vinna.at.